Der Himmel kackt…

…zumindest empfinde ich es so. Nachdem ich Schaufel schwingend, allmorgendlich zur Unzeit Fug und Flies – welche der heimischen Kemenate anreinern – von „DER WEISSEN PRACHT“ befreie und zurueck in den Status Quo der Begehbarkeit ueberfuehre; baut sich doch eine gewisse Frustration im Egozentrum auf.
Mit dem Blechpeter den Apshalt schabend, wird auch die moeglicherweis noch entschlummerte Nachbarschaft ruede – und zu meiner nicht geringen Gehaessigkeit – aus dem Schlaf geschaufelt, da sie Teil der darauf hin erbrechenden Geraeuschmelange aus Kratzen, Knrischen, sowie allgemein phonetischer Widerlichkeit wird.
Alsdann – so der anthrazitfarbene Gehgrund schon sichtbar, nunmehr aber spiegelglatt aus dem Weiss hervorschimmert – greif ich, emsig wie Bruce Lee im Prozellanladen, nach der Streusplittorgel (die Blaupausen wurden aus dem Nachlass eines gewissen Herrn Gatling entwendet, welcher diese zu seinen Lebzeiten unter der Kategorie „Endloesung“ streng unter Verschluss hielt).
Ich entsichere sie erneut mit Wehmut, da sich keinerlei Anwohnerschaftsgetier (namentlich Katzen oder Wombats) in Schussreichweite aufhaelt.
So geruestet traktiere ich die zuvor freigelegte Laufflaeche und meine Laune hebt sich sogar ein wenig, eingedenk der Tatsache, dass nun auch der letzte Rentner, dessen Knalltrauma ihn seit ’45 akustisch vom Rest der Welt trennt, Ohrenzeuge meiner Freiluftkakophonien ist.
Offenkundig von meiner Laermerei angestachelt, erhebt sich das soziale Umland um entweder Paroli zu bieten oder um das begonnene Raeum- und Schabkonzert einem infernalischen Hoehepunkt entgegen zu schippen.
Bekopftuchte greise Muetterchen salzen sich die Finger taub. Der Vertreter von nebenan kaut enthusiastisch auf seinem Lungenbroetchen herum und grinst selig, da auch er die offenkundig sadistischen Freuden der Claimsaeuberung fuer sich entdeckt hat.

Die einzige Wesenheit, welche sich nicht von den Begleitgeraeuschen verschrecken laesst, ist meine Huendin, der alles scheissegal ist, solange sie nur mit Schnee beworfen wird und selbigen gierig in sich reinstopfen kann. In zirka zwei Stunden wird ihr dann wieder die Blase im Garten hinterm Haus platzen.
So hat jeder seinen Spass… irchendwie.

In dem Sinne: Frohes Schaufeln und besinnliches Streuen!

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